Du hast schon alles gesehen an Hostels in der Welt? Wirklich? Das dachte ich auch. Aber dann kam das Andaina Hostel in Oaxaca. Und das war eine ganz neue Art der Erfahrung!

Oaxaca Stadt ist ein beliebter Zwischenstopp auf der Reise von Mexiko Stadt in den Süden. Die Stadt eine lebendige Kulturszene und eine Vielzahl von Cafés, Bars und Restaurants.

Das bizarrste Hostel der Galaxis

Uns erwartet das bizarrste Hostel seit langem. Nicht gruselig. Nicht schlecht. Nicht teuer. Einfach nur: bizarr!

Das Hostel befindet sich in einem riesigen Gebäude. Alles ist ungefähr viermal so groß wie üblich. Man weiß auch nicht so recht, was in dem Haus ursprünglich mal drin war. Ein Kaufhaus eher nicht. Vielleicht ein Verwaltungsgebäude? Aber wer hat sich diese Raumaufteilung ausgedacht?

Jetzt beherbergt das Gebäude das Andaina Hostel. Bizarr ist vor allem die Architektur. Das Gebäude ist weitläufig und verfügt über massive Zwischenräume, die nicht genutzt werden.

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Wir stoßen immer wieder auf versteckte Räume, in denen manchmal nur ein einsames Möbelstück steht. Oder die als weitere Küche genutzt werden. Und das mit teils rustikalen D.I.Y. Ideen. Die Idee mit dem Schnaps-Flachmann als Blumenvase ist ziemlich… äh… außergewöhnlich.

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Kaffee holen wird hier zu einer Expedition. Erst durch das weitläufige Treppenhaus runter an die Rezeption. Dann hoch in den 3. Stock, dort einmal quer durch das ganze Gebäude in die Küche. Dann wieder zurück ins Zimmer. So kommt man wenigstens zu Bewegung, wenn es mal regnet. Und man ist für einmal Kaffee holen locker 15 Minuten lang unterwegs.

Die Weitläufigkeit hat echt Vorteile. Man hängt nicht den anderen Gästen auf der Pelle, sondern hat genügend Platz. Und richtig gut sind die zahlreichen und riesigen Dachterrassen mit traumhaftem Blick über die Stadt.

Wenn du in Oaxaca eine Unterkunft suchst, dann ist das bizarrste Hostel der Galaxis mein Tipp!

Du findest das International Hostel Andaina  ein paar Blocks westliche des Zocalos.
Adresse: Calle de J. P. García 308, OAX_RE_BENITO JUAREZ, Centro, 68000 Oaxaca, Oax., Mexiko

Google Maps: https://goo.gl/maps/JQk2GJdYSXQ2

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Das Essen in Oaxaca

Am ersten Abend kommen wir nach der langen Fahrt mit dem Minibus aus Mazunte an und nehmen ein Restaurant neben dem Hostel. Eigentlich wirkt das Don Juan ganz gut. Aber nur, bis das Essen kommt. Auf Emilys Teller rennt ihr ein schabenartiges Insekt entgegen. Als ich meine Tortillas auspacke, sind dort Essensreste dran. Das ist eine Reise Erfahrung, auf die ich hätte verzichten können.

Es gibt in Oaxaca auch Insekten, die absichtlich als Essen auf dem Teller landen. Frittierte Heuschrecken sind eine regionale Spezialität auf den Märkten. Und das nicht für Touristen sondern als normales Essen für Einheimische. Mit Zitrone und scharfen Gewürzen serviert.

Wir schalten in Oaxaca auf Selbstversorgung um und kaufen unser Essen auf dem Markt, der um die Ecke vom Hostel ist. Hier gibt es zwei riesige Markthallen am „Mercado 20 de Noviembre“ und der Besuch ist ein nettes Erlebnis. Eine lokale Spezialitäten sind Tlayudas, das sind Pizza-große Tostadas mit Belag. Und Moles. Das sind Schokoladen-Saucen für Fleischgerichte. Eine ziemlich deftige Angelegenheit!

Um authentisch die lokalen Schokoladen-Spezialitäten zu probieren, bietet sich die lokale Kette Chocolate Mayordomo an, die 1956 ihr erstes Geschäft eröffnete. Du findest mehrere Filialen in der ganzen Stadt. Nimm doch die Filiale direkt neben dem Großmarkt „Mercado 20 de Noviembre“  in der Straße 

Chocolate Mayordomo
Adresse: 

Google Maps https://goo.gl/maps/3AU5T1b4ceK2
Offizielle Website (spanisch): https://chocolatemayordomo.com.mx/

Richtig gut finden wir die Croissants im Café Boulenc. Der Laden sieht von außen aus wie Prenzlauer Berg 1989, hat allerdings Preise wie ein Café in Paris. Dafür hat der Laden einen unglaublichen Charme und ist ein echter Tipp für die Stadt. Du findest ihn an der Ecke Av José Maria Morelos und Porfirio Diaz, nur 5 Minuten zu Fuß vom Zocalo entfernt, dem zentralen Platz im Stadtzentrum.

Google Maps: https://goo.gl/maps/ZqHTMiFydYw

An kulturellen Aktivitäten nehmen wir eher beiläufig Dinge am Wegesrand mit. Etwa die kleineren Festumzüge, die wir an zwei Tagen sehen mit Brass-Band und großen Marionetten. Das Mole-Festival verpassen wir dagegen um eine Woche. Wir schaffen es dagegen die Fotografie-Ausstellungen im Centro Fotográfico Manuel Álvarez Bravo anzusehen. Eine davon ist über Punk-Fotos in Mexiko Anfang der 1980er Jahre. Muy interessante!

Tagesausflug zu Hierva el Agua – die Kalksteinbecken

Um aus der Stadt rauszukommen bietet sich vor allem der Tagesausflug nach Hierva el Agua an. Dort gibt es Kalksteinformationen, die an das türkische Pamukale erinnern.Die Fahrt dauert insgesamt von Oaxaca aus gut 2 Stunden. Und am besten organisiert man sich eines der roten Sammeltaxis bis nach Mitla. Die roten Taxis fahren immer feste Routen. In den Taxis fahren immer 5 Leute mit und die Fahrt kostet günstige 25 Pesos.

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Die Tour nach Mitla kann man ohne Probleme individuell durchführen. Alternativ lässt sie sich über das eigene Hostel oder Hotel oder eine der zahlreichen Reiseagenturen in der Innenstadt buchen. Wir entscheiden uns dafür, auf eigene Faust hinzufahren. Nach Durchfragen haben wir das Taxidepot für die Taxis nach Mitla gefunden: Calle de M. Artista 107, Nähe Bustamante.

In dem kleinen Ort Mitla wartet bereits ein Minibus mit Ladefläche, der Taxifahrer übergibt einen quasi direkt an den nächsten Fahrer. Von Mitla aus geht es über Buckelpisten den Berg hoch. Die Fahrt ist sehr ruckelig und du kannst dich auf ein herbes Durchschütteln einstellen. Auf der anderen Seite des Bergs führt der Weg in das Tal, in dem sich die Quellen befinden. Da ist man echt froh, wenn man endlich da ist.

Die Anreise hat sich gelohnt. Vor Ort hat man einen fulminanten Blick über das gesamte Tal. Und kann in den Kalksteinbecken baden gehen. Das Wasser sammelt sich in flachen Becken, teilweise direkt am Rand des Berges. Du kannst auch einfach das Gelände erkunden und kleinere Wanderwege um das Gelände gehen.

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Halbtagesausflug zum dicksten Baum der Welt: Arbol el Tule

Der andere beliebte Tagesausflug geht in das kleine Dorf Santa María del Tule. Dort steht der Arbol de Tule, der „dickste Baum der Welt.“ Oh Mann, ich kann generell mit Superlativen wenig anfangen und dieser ist eigentlich besonders nichtssagend. Der Baum sieht eher aus wie ein Busch, ist dazu umzäunt und kostet Eintritt. Dafür kann man dort bei Nonnen Schnaps kaufen, da der Baum auf dem Gelände einer Kirche steht. Ich trinke generell keinen Schnaps. Stattdessen laufe ich ein paarmal um den Zaun herum und gucke hinein. Zum Fotografieren ist es direkt vor dem Zaun schlechter als draußen. Daher geht es schnellstmöglich wieder mit dem Bus zurück nach Oaxaca. So ein Reinfall! Oder anders gesagt: der Weg war das Ziel.

Weiterreise von Oaxaca

Unser Weg führt uns mit dem Bus weiter nach Mexiko Stadt, zu unserer letzten Reisestation in Lateinamerika. Wir genießen noch einmal den Sonnenuntergang auf der Dachterrasse. Und verabschieden uns von Oaxaca. Du kannst von hier aus auch entweder an die Pazifikküste reisen, etwa nach Mazunte, oder in den Süden nach Chiapas.

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