Auf dem Weg zu Bryce halten wir im Galaxy Dinner mit einer Bedienung mit Reibeisenstimme wie aus dem Bilderbuch. Er macht erstmal Rauchpause während seine Frau das Essen brutzelt. Ein Bus von Rotel mit Passauer Nummernschild (wie auch immer dieser Bus hierher kam) hält am Dinner. Wir dagegen fahren weiter und campen in Bryce National Park.

Alles ruhig auf dem Campingplatz. Bryce Canyon National Park ist selbst am Wochenende weniger besucht als Zion. Der Park ist im Gegensatz zu Zion keine schmale Schlucht, sondern ein Abhang mit Blick auf weite Ebenen. Mehr rote Steine, die Felsformationen heißen hier Hoodoos.

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Hoodoo Felsformationen in Bryce Canyon

Heute halte ich es mit einer Lebensweisheit von Roxette: „Sleeping in my car“. Drinnen ist es deutlich wärmer und mein Schlafsack ist für Kälte ungeeignet. Am nächsten Morgen ist es bitter kalt, unter 5 Grad Celsius. Handschuhe und dicke Jacken sind hier angesagt. Haben wir aber nicht dabei, wir zwiebeln mit allen Bekleidungsschichten doppelt.

Auf dem Weg nach Moab halten wir im Capital Reef Park. Auch hier: rote Felsen und eine grüne Wiese für ein Picknick vor bukolischer Kulisse. Weiter nach Moab. Die Stadt ist ein langgezogener Strip an einer Durchgangsstraße und Matt ist begeistert: nahezu großstädtische Liberalität mitten in der Wüste. Vor dem Hostel, dessen Name sich auf „Pinball Wizard“ reimt, sitzt ein Gruppe im Schatten. Wir sind in den Outskirts der Stadt, zwischen Self-Storage-Lagerhäusern und grasenden Kühen. Das Hostel hat uns John A. aus Tassajara empfohlen und ist die einzige günstige Absteige in Moab. Die Leute hier sind divers: vom Typen der bei McDonalds arbeitet und sich in der Sommersaison keine Wohnung vor Ort leisten kann bis zur durchreisenden älteren Dame in Wanderstiefeln. Und der Typ, der während des Mampfen seiner Cereals und einen Monolog über Space Aliens in der Evolution… ich steige sehr bald aus.

Am nächsten Morgen Arches National Park. Wir folgen der Spur der roten Felsen. Hier ist die Landschaft mehr Wüste und Markenzeichen sind Steinbögen und große Felsformationen, die mitten im Nichts stehen. Magisch. Wir klettern auf einen Felsen und diskutieren über Dharma, während die Sonne uns langsam anbrät. Der Ort ist großartig.

Am nächsten Tag steht ein Besuch des Canyonlands National Park an. Die „Island in the sky“ Region ist nahe Moab. Ein Meteoritenkrater ist das erste Ziel. Eine Fahrt weiter in den Park lässt uns mit „ahhs!“ zurück. Die Landschaft wird surrealer. Die Canyons scheinen sich gleichzeitig nach oben und unten auszudehnen. Wir nehmen die Eindrücke als multidimensionales Panorama mit, das sich einfach nicht auf ein Foto zwängen lässt.

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Island in the Sky in Canyonlands
Veröffentlicht in USA

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