Eigentlich hatte ich mich gerade erst in der neuen Stadt eingerichtet. Und hätte nicht gedacht, 2 Monate später wieder unterwegs zu sein. Die neue Firma hat allerdings andere Pläne – Work & Travel auf Fuerteventura für 10 Tage. Staunende Kommentare auf Facebook und für den Großteil der in Deutschland Beschäftigten eher die Ausnahme. Für mich – Hand auf´s Herz – eher nicht so interessant. Ich wäre aus eigener Motivation aus nicht auf diese Insel gekommen, da mich Surfen nicht sonderlich interessiert. Und ich davor auch nichts mit Fuerteventura assoziiert hätte.

Die Insel ist karg, vulkanisch und entgegen meinen Erwartungen eiskalt. Entweder habe ich den Wetterbericht falsch gelesen oder Google kennt ein zweites Fuerteventura. Das Resultat ist jedenfalls: ich habe völlig falsch gepackt. Erwartet habe ich sommerliche 20 Grad – bei Ankunft nieselt es dagegen und es stürmt. Einen dicken Windbreaker hätte ich besser mitnehmen sollen und einige warme Pullover. Ich liege nach 2 Tagen mit einer Erkältung flach und arbeite horizontal von der Couch aus weiter und bleibe in der Finca. Aber ich genieße den Blick auf die Palmen, das hat schon was. Auf einer einsamen Insel irgendwo am Rande Afrikas. So lässt es sich aushalten.

Für mich ist hier neu, dass ich nicht alleine reise, sondern zum ersten Mal seit langem als Teil einer Gruppe unterwegs bin. Ich hätte mir den Unterschied heftiger vorgestellt, irgendwie bin ich doch anpassungsfähiger als gedacht. Vom Lonely Wolf als Teil des Wolfsrudel, oder so etwas in der Art. Abends wird auf der Terrasse gegrillt, tagsüber am Macbook gearbeitet.

Fuerteventura im Februar hat ruhigen Off-Season Charme. Abends ein Restaurant zu finden ist schwer, wir sind hier aber auch im Norden der Insel in der Nähe des kleinen Orts Lajares in einer Finca. Den Hub Coworking-Space in Corralejo sehen sich die anderen an, ich bleibe im Haus auf dem Sofa liegen. Auch hatte ich mir kein Rad gemietet – der Rest der Gruppe ist hier völlig Bike-crazy und ist ständig mit dem Mountain-Bike unterwegs.

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