Ich möchte gern die Route und meine Erfahrungen meiner China Rundreise teilen. Ich bereiste den Südwesten Chinas im April 2014. Die Reise habe ich komplett im Alleingang organisiert: Visa Beantragung, Flüge, Züge, Hotelbuchungen. Insgesamt war ich in 4 Provinzen unterwegs: Sichuan, Yunnan, Guangxi und Chongqing.

Du wirst schnell herausfinden: China ist einfach zu groß für einen Urlaub. Selbst in 2 Reisen ist es einfach zu groß. Ich selbst habe mir vorgenommen noch ein paarmal hinzufahren in den nächsten Jahrzehnten. Zumal das Land so unterschiedlich ist, dass es auch komplett andere Reiseerfahrungen sind. Etwa die Seidenstraße und die Urlaubsinsel Hainan. Ich hatte mich daher auf den Südwesten beschränkt. Und dafür hatte ich dann doch ein ganz schön strammes Reiseprogramm. Ich verbrachte jeweils nur ein paar Tage an jedem Ort. Mein Ziel war in den wenigen Tagen möglichst viel zu sehen.

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Die große Buddha Statue in Leshan in der Nähe von Chengdu.

China für Individualreisende

China lässt sich prima im Alleingang organisieren. Im Lonely Planet steht alles wichtige und ich bin mit ihm sicher und ohne Probleme durch China gereist. Einzig zu abgelegenen Orten wie Yubeng habe ich selbst nachrecherchiert – denn die sind nicht mehr im normalen Tourismus-Kreislauf drin. Alle anderen Orten in China sind gut erschlossen. Und ich kann bestätigen: Tourismus in China ist immer ein Massenphänomen. Alleine bist du eigentlich nie. Die meisten Touristen sind allerdings Chinesen und keine westlichen Besucher.

Hostel- und Hotelbuchungen laufen über die international bekannten Plattformen oder Anbieter, die es nur in China gibt. Ctrip.com ist der größte Anbieter für Hotels und Flüge im Land. Über Ctrip.com lassen sich ebenso Bahntickets buchen. Diese hatte ich auf dieser China Rundreise allerdings alle direkt am Bahnhof gekauft.

Die Infrastruktur für Alleinreisende ist gut: du bekommst überall Essen. Und Chinesen sind unglaublich sozial und integrieren einen immer gerne in eine Gruppe. Das war mir in Yubeng auch ganz recht: dort war ich ein paar Tage mit einer Gruppe chinesischer Studenten in den Bergen unterwegs, die ich im Hostel kennengelernt hatte.

China ohne Mandarin zu können – geht das?

Und ich konnte damals Mandarin weder lesen noch schreiben. Und trotzdem lief alles problemlos. In den meisten Hostels und Hotels wurde englisch gesprochen. Außerhalb oft nicht, etwa am Schalter am Bahnhof. Als ich dort Fahrkarten kaufte, nahm ich einfach die gewünschte Verbindung auf Mandarin aufgeschrieben mit. Davor hatte ich mir die Verbindung an der Hotelrezeption aufschreiben lassen. Ein paar Phrasen Mandarin können nicht schaden und die findet man im Lonely Planet. Ich hatte dazu die App Pleco auf meinem Smartphone dabei, mit der sich Zeichen übersetzen lassen. So konnte ich einige Begriffe zumindest übersetzen. Ich habe erst nach der Reise begonnen Mandarin zu lernen.

Der Reisemonat April

Die Reisezeit April war gut. Es war frühlingshaft und nicht mehr zu kalt. Und zum Wandern war das Wetter optimal. Früher im Jahr würde ich ohne Ausrüstung auch nicht an alpine Orte wie Yubeng gehen. Dort war es noch frostig kalt. Der Ort liegt auf über 3000 Metern Höhe und ist nur zu Fuß erreichbar. Hier lag bei den Wanderungen zu Wasserfällen über 4000 Meter noch Schnee auf den Almen. In anderen Orten in Yunnan war es dagegen schon sommerlich heiß. Ich holte mir in der Tigersprungschlucht und in Lijiang einen Sonnenbrand. In Guilin und Yangshuo hätte ich wärmeres Klima erwartet, dort war es dann aber feucht-nass und schwül mit leichtem Nieselregen. Auch das kann passieren im April, aber das tat meiner Stimmung keinen Abbruch.

Meine Reisehighlights

  • Die Großstädte Chengdu, Guilin und Chongqing besichtigen
  • Bergwanderungen Emei Shan, Tigersprungschlucht und Yubeng
  • Die magische Felslandschaft um Guilin und Yangshuo
  • Taijiquan (Tai Chi) Kurs in Yangshuo
  • Feuriges Essen mit der Sichuan Küche
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Die Bergtour in Yunnan an der Grenze zu Tibet – unvergesslich!

Die Reisetiefpunkte bestanden nur aus einem Punkt: ich erkältete mich auf dem Weg nach Guilin und verbrachte 2 Tage im Bett.

Mein Reiseplan

Ich war auf dieser China Rundreise insgesamt 28 Tage lang unterwegs. Dabei habe ich mit 3 Inlandsflügen ziemlich große Entfernungen überbrückt. Denn diese 3 Strecken wären sehr lange Fahrten mit dem Nachtzug gewesen. Zusätzlich zu den Flügen fuhr ich 2 längere Strecken mit der Bahn und etliche Fahrten mit Linienbussen und Minibussen, die im nördlichen Yunnan verkehren.

2.4. Hinflug Berlin – Chengdu
2.4. Chengdu
7.4. Emei Shan Bergwanderung
9.4. Leshan – Big Buddha Statue
10.4. Flug Chengdu – Lijiang
13.4. Tigersprungschlucht Bergwanderung
14.4. Shangri La
16.4. Yubeng Bergwanderungen
19.4. Dal
20.4. Kunming
23.4. Flug Kunming – Guilin
25.4. Yangshuo
28.4. Flug Guilin – Chongqing
29.4. Zug Chongqing – Chengdu
30.4. Rückflug Chengdu – Berlin

Kann ich eine individuelle China Rundreise weiterempfehlen?

Unbedingt. Wer China außerhalb der üblichen Route sehen möchte, kommt hier auf seine Kosten. Mir hat die Reise so gut gefallen, dass ich ein Jahr später auf Weltreise gegangen bin. Und ein zweites Mal in China unterwegs war. Das Land hat mich bei dieser Reise unglaublich begeistert.

Weiterführende Links

Du findest alle meine Reiseberichte zu China hier

Veröffentlicht in China

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