Das Geisterhaus der hundert Kuriositäten – Meow Wolf in Santa Fe

Wie schreibe ich über etwas, das sich nur schwer beschreiben lässt? Mhh. Eine schwierige Aufgabe. Vielleicht so: man kann hingehen. Es kostet $20 Eintritt. Es ist eine Art psychedelischer Erlebnispark. Es ist eine Überdosis für die Synapsen. Und es macht Spaß!

Aber der Reihe nach: Ein in Santa Fe ansässiges Kunstkollektiv hat eine ehemalige Bowlingbahn umgebaut. Mitgeholfen hat  der „Game of Thrones“ Autor George R.R. Martin mit einer Millionenspende. Den hätte ich eher irgendwo in Irland verortet. Er wohnt aber genau hier in Santa Fe, mitten im Wüstenstaat New Mexico.

Neben Maker Spaces für Künstler und einem Konzertort gibt es das “House of Eternal Return”, und deswegen kommt man auch her.

Ich wußte im Vorfeld nichts über den Ort. Und vielleicht ist das auch die beste Voraussetzung um hier Spaß zu haben. Sozusagen auf alle Spoiler zu verzichten und nicht genau zu wissen, was einen erwartet. Nur soviel vielleicht: Ein Schuß Cyberpunk. Viel Street Art. Comic Characters, wie man sie auf den Pictoplasma Konferenzen sieht, als Skulpturen.

Es geht um das Entdecken. Man betritt das Haus, das in die Bowlingbahn gebaut wurde. Und das von 100 Künstlern gestaltet wurde. Es ist seltsam. Es ist schräg. Aber nie wirklich gruselig.

Es ist möglich, das Haus im “Story Modus” zu besuchen. Direkt am Anfang gibt es einen Briefkasten mit Nachrichten über einen verschwundenen Jungen. Und dieses Rätsel kann man wie ein Adventure Spiel lösen. Oder zumindest Puzzleteile zusammentragen. Das ist allerdings optional und das Haus bietet auch ohne Story genügend Unterhaltung.

Was wohl passiert, wenn ich mit den Holzklöppeln auf das Dinosaurierskelett schlage? Und was sich im Kühlschrank verbirgt? Wir streifen durch das Haus und lassen uns von den Attraktionen verzaubern.

Ich finde es großartig, dass es so einen Ort gibt. Viele alternative Kunstprojekte kommen aus ihrer Nische nicht heraus. Meow Wolf ist dagegen schräg. Und gleichzeitig massentauglich. Das muss man erstmal schaffen. Denn ansonsten ist es mit der Street Art ökonomisch so: man läuft daran vorbei, macht vielleicht mal ein Foto. Und was ist mit dem Künstler? Der sieht kein Geld für seine Kunst. Hier dagegen zahlt man gerne Eintritt und das Geld wandert direkt an die Künstler. Nebenbei ist Meow Wolf abends auch noch eine Konzert Venue für elektronische Acts und Bands.

Santa Fe hat mit Meow Wolf eine Attraktion, die es so kein zweites Mal gibt. Wobei das bald auch nicht mehr stimmt: Meow Wolf ist so erfolgreich, dass gerade weitere Millionen zur Expansion gesammelt wurden. Das nächste Meow Wolf Zentrum ist für Austin, Texas geplant. Da passt es auch gut hin, denn die Stadt ist für ihrer Kreativszene bekannt. Und nebenher werden Festivals mit temporären Installationen ausgestattet.

Meow Wolf sollte man sich ansehen, wenn man in Santa Fe ist. Und am besten im Vorfeld gar nicht zu viel recherchieren, sondern den vielen positiven Reviews vertrauen und sich auf das Erlebnis einlassen.

Mehr Infos zu Adresse und den Öffnungszeiten unter https://meowwolf.com/

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