Ein Wiedersehen mit San Francisco. Nach genau einem Jahr bin ich zurück. Und schlagartig wird mir bewußt, dass Orte immer von den eigenen Erwartungen abhängen. Und dem Vorher und Nachher des Weiterreisens. Und das heißt in meinem Fall dann „Zwischenstopp“. Ich bin nur für 3 Tage hier um dann weiter in einen Zen Tempel nördlich der Stadt weiterzureisen. Um dann dort für 2 Monate zu leben. Und hier trifft meine spirituelle Reise auf das laute Großstadtleben von San Francisco.

Die Stadt präsentiert Mitte Oktober sich von ihrer nassen Seite: es regnet Bindfäden, so dass sich auf den Straßen riesige Pfützen bilden. Als ich letztes Jahr für 4 Monate im Sommer hier war, habe ich ein einziges Mal Regen erlebt. Und bei Regen habe ich wenig Lust raus zu gehen. Zumal ich bei den letzten Aufenthalten schon viele der klassischen Sehenswürdigkeiten abgeklappert hatte. Aber so ein Spaziergang kann ja nicht schaden. Ich entdecke dabei dann eher zufällig Lombard Street. Hier zeigt sich Tourismus von seiner fotoknipsenden Seite. Ein vollbesetztes Cable Car rollt an, aus dem sich Arme mit fotografierenden Handys herausstrecken. Vor den Häusern in Lombard Street posieren Massen von fotografierenden Touristen und belagern die Eingänge. Das wird mir alles zu viel hier und ich ziehe vorbei am City Lights Bookstore weiter nach Down Town.

Abends bin ich mit einer vietnamesisch-amerikanischen Freundin in Oakland zum Essen verabredet. Nach dem burmesischen Restaurant schlendern wir durch die Stadt. Ich finde den Buchladen Pegasus Books wieder, bei dem ich schon letztes Mal zugeschlagen habe. Ich decke mich noch mit 2 Büchern für die Zeit im Tempel ein und ziehe am übernächsten Morgen los.

Und da ich nächsten Sommer sowieso wieder hier bin, passt dieses kurze Intermezzo gerade auch ganz gut. Nächstes Mal mehr!

One Reply to “San Francisco im Oktober – vor allem nass”

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